Minimalismus- der kleine Weg zum großen Glück!

Heute schreibe ich mal über was ganz anderes als Training und werde auch kein neues Rezept vorstellen. Heute gehts mal off-topic:

Laut der WHO (Word Health Organisation) definiert sich Gesundheit nicht nur durch körperliche Gesundheit, sondern auch über psychische und soziale Gesundheit. Wie Du dir bestimmt denken kannst, ist  selbstverständlich (neben der sozialen-) auch die psychische Gesundheit ein Aspekt, der für mich sehr wichtig ist.

Warum das? Es ist zwar ein sehr altbackenes Sprichwort, aber der Körper ist bekanntlich der Tempel unserer Seele. Wenn eine Seele in einem kranken Körper steckt, ist das genauso schlecht, wie wenn eine kranke Seele in einem gesunden Körper steckt. Deswegen achte ich neben vielem Training und einer gesunden Ernährung auch darauf, dass es meiner Seele; meiner Psyche gut geht.

Gerade letztes Jahr habe ich mich intensiv damit beschäftigt, was mich glücklich macht. Begonnen hat das Ganze eigentlich nur mit meinem kurzen „Glücksmomente sammeln“-Beitrag. Insgesamt hat sich dadurch für mich privat innerhalb von kurzer Zeit sehr viel ergeben, verändert und auch mein Denken ein kleines bisschen umgelenkt. Mittlerweile ist mir sehr bewusst, wie und wo ich wirklich zufrieden bin. …und das bringt mich jetzt auch zum eigentlichen Thema dieses Beitrages.

Vorweggenommen: Für mich selbst sind Werte wie Ansehen, Statussymbole oder ein hohes Einkommen nicht besonders relevant. Damit möchte ich nicht sagen, dass ich alle anderen Menschen, denen dies wichtig ist, verurteile, oder dazu bringen möchte, diese Attitüde zu verändern. Ganz im Gegenteil! Für mich zählt „leben und leben lassen“, also Akzeptanz meinen Mitmenschen gegenüber. Deswegen soll sich hier bitte niemand auf den Schlips getreten fühlen! Doch vielen Leuten ist gar nicht bewusst, dass es so unglaublich glücklich machen kann, seine Ansprüche ein wenig herunterzuschrauben, den Materialismus als weniger wichtig zu erachten und zufrieden zu sein mit dem, was man hat.

And that’s the point! Ich habe mich in letzter Zeit sehr viel damit beschäftigt, wie man sowohl minimalistisch lebt und wo man an Besitz und Ballast reduzieren kann, als auch damit, was man tatsächlich an Besitztümern benötigt. Tatsächlich habe ich im Endeffekt lediglich realisieren können, dass ich seit geraumer Zeit minimalistisch, ressourcensparend und dadurch auch sehr sparsam lebe. Es gibt nicht mehr sehr viele Ecken in meiner Wohnung, in denen ich noch ausmisten könnte.

Dieser Lebensstil bringt so einige Vorteile mit sich: Nicht so viel zu brauchen bedeutet, nicht so viel Geld zu benötigen. Ich kann ein paar Wochenstunden weniger arbeiten, mir aber trotzdem das, was ich gerne mache, noch leisten- denn Quality-Time mit Freunden zu verbringen, oder das schöne Wetter bei einem Spaziergang mit meinem Hund zu genießen, kostet nicht zwangsläufig Geld. Mein Ansatz ist der: Was bringt mir ein Haufen Kohle, wenn ich nicht die Zeit habe, sie auszugeben, oder mich selbst komplett dafür vernachlässigen muss, um sie erstmal zu verdienen?

Ein simples Beispiel dazu: Viele Leute wollen auf Urlaub fahren und müssen davor und danach aber arbeiten für zwei (im beinahe wörtlichen Sinn). Dann fahren sie für eineinhalb bis zwei Wochen weg. Die erste Woche benötigen sie erstmal ausschließlich dafür, sich vom stressigen Arbeitsalltag zu erholen. Erst den Rest des Urlaubs können sie dann tatsächlich genießen. Das ist kein aus der Luft gegriffenes Beispiel und macht in meinen Augen nicht besonders viel Sinn.

Um es somit auf den Punkt zu bringen: Echte Bedürfnisse wahrnehmen, Fokus ändern, ökonomisch haushalten- aber nicht mit Zwang oder kompletter Einschränkung (denn sich selbst zu geißeln hat auch keinen Sinn). Mehr braucht es dann auch nicht für eine gute Work-Lifebalance. Zeit für Freunde, Familie oder für sich selbst ist unbezahlbar.

Nun gut- das sagt sich ganz schön schnell und salopp- aber wie fängt man am besten damit an?

Ich habe für den Anfang drei gute Ansätze, wie Du Dich einem minimalistischeren Lebenswandel annähern kannst:

Erstens: Wenn du etwas haben möchtest und es handelt sich um einen affektiven Kauf- dann bring deinen restlichen Einkauf erstmal zu Ende. Dann kannst du nochmal zurückgehen zu dem Produkt- falls du es noch im Sinn hast. Wenn dies nicht der Fall ist, dann kann es wohl kaum so wichtig sein, dass du es tatsächlich benötigst. Falls doch, dann überleg vorher nochmal, ob Du das Produkt wirklich brauchst und ob Du nicht eh schon ein ähnliches daheim hast. Macht Dich eine vierte Jeans zu einem glücklicheren Menschen, wenn du schon drei andere daheim hast? Klingt eigentlich ganz einfach, oder? Ist es auch! Außerdem kannst Du dir auf die Art sehr viel Geld sparen und Dir bei Bedarf hochwertigere Sachen kaufen, die auch bedeutend länger halten ; )

Zweitens: Eine Freundin meinte mal, sie nimmt sich vor, erst etwas Neues in ihre Wohnung zu stellen, wenn sie dafür etwas Altes loswird. Das lässt sich auf alles anwenden: Kleidung, Möbel, Dekoration,…  Diese Idee hat mir sehr gut gefallen!

Drittens: Wenn wir schon beim Thema Kleidung sind…. das ist für mich persönlich ein sehr schwieriger Punkt, denn meine Kleidung auszusortieren ist für mich nicht so einfach, meine Sachen sind ja alle noch gut und durchaus öffentlichkeitstauglich. Trotzdem trage ich immer das Gleiche: Ein schwarzes Tanktop, das ich zirka vier mal ident besitze. Deswegen habe ich mir vorgenommen, jeden Tag ein anderes Oberteil anzuziehen. Keine schwarzen Tanktops mehr! Das mache ich seit zirka drei Wochen und ich bin draufgekommen, dass ich richtig lässige Klamotten habe, die ich eigentlich auch echt gerne trage. Kommt mir jedoch ein Oberteil unter, das mir nicht mehr gefällt und das ich nicht mehr tragen will, wird es umgehend gespendet. Wenn ich bei einem Teil nicht sicher bin, dann kommt es in eine Box. In die Box schaue ich nach einiger Zeit wieder hinein. Wenn ich dann das Kleidungsstück sehe und mir einfällt, dass ich es ja auch noch habe, dann kommt es weg.

Zusammenfassend kann ich Dir versprechen, dass Du Dich mit weniger Ballast sehr viel leichter fühlen wirst. Probier es aus!

 

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