Vorsätze für immer umsetzten- nicht Jahr für Jahr absetzen!

Bereits 2 Wochen ist es nun her, dass wir die Silvesternacht voller Vorsätze in motivierter, feucht-fröhlicher Feier- oder auch rebellischer Antifeierstimmung hinter uns gebracht haben. Silvester hat da wohl für jeden von uns eine andere Bedeutung. Doch für die breite (oder hoffentlich bald nicht mehr so breite) Masse, oder zumindest die Medien steht eine Sache definitiv im Vordergrund: Unsere Vorsätze.

Es gibt zu Hauf Artikel darüber, wie Vorsätze am besten gefasst werden und wie sie umgesetzt werden. Wir werden zwangsbeglückt mit Informationen wie zum Beispiel psychologischen Tricks basierend auf Studien und Versuchen, die uns helfen sollen unsere Gewohnheiten auszutricksen, zu ändern und uns dauerhaft umzugewöhnen.

 

…eigentlich ist das doch großartig für Menschen wie mich.

…und für die Fitnessbranche, die Pharmaindustrie, sowie die (Diät-) Lebensmittelindustrie. Das Gym und seine Verkaufszahlen, die E-Zigaretten, Nikotinpflaster oder Kaugummis und Slimshakes – oder wie sie sonst noch genannt werden – erzielen gerade zum Jahresbeginn hohe Umsätze.

Doch nach ein einigen Wochen oder Monaten, nachdem die ersten Konsumenten dieser Produkte bereits ein paar gescheiterte Versuche hinter sich haben, ihre Vorsätze in die Tat umzusetzen – oder realisiert haben, dass es doch mehr als nur ein paar Substitut-Einkäufe bedarf, um sich seiner schlechten Angewohnheiten zu entledigen – wandern die E-Zigaretten oder Nikotinpflaster in den Medizinschrank. Die unnötig großen und nur bis zur Hälfte oder drei Viertel angefüllten Dosen mit Vanille- oder Schokoladenmahlzeitenersatzpulver wandern immer weiter nach hinten im Lebensmittelschrank, bis sie irgendwann von anderen Dosen oder Behältern so weit verdeckt sind, dass das bewahrheitete Sprichwort „Aus den Augen – aus dem Sinn“ an ihre Stelle tritt.

 

Aber ganz so pessimistisch dürfen wir das alles auch wieder nicht betrachten!

Nicht jeder Vorsatz wird vergessen oder in einer Schublade verstaut. Es gibt auch jene Leute mit ambitionierten Zielen unter uns, die tatsächlich motiviert sind. …die tatsächlich ihre Vorsätze einhalten. …und deren Fleiß und das Resultat daraus ihre wohlverdiente Belohnung ist.

Abhängig von verschiedenen Faktoren wie Ausgangssituation, Kapazität oder Vorsatz dauert die Motivation etwa sechs Monate an.

Dann tritt ein kritischer Zeitpunkt ein: die Motivation reißt ein, die Lorbeeren sind zu einladend, um sich auf ihnen auszuruhen oder die neuen Angewohnheiten konnten einfach noch nicht ausreichend zur Routine werden, sodass sie einfach mit den gewöhnlichen ToDo’s mit-erledigt werden.

Obwohl viele also nach einem relativ langen Zeitraum bereits so einiges erreicht haben, zufrieden oder sogar stolz auf sich sind, kehren sie immer mehr in ihre alten Muster zurück. Ganz schleichend – Stück für Stück. Dieses Phänomen habe ich schon sehr oft beobachten können und ich finde es jedes Mal aufs Neue sehr schade, denn nach ein paar Monaten – meist sogar in einem noch kürzeren Zeitraum, den es gedauert hat diese Ziele zu erreichen – sind alle Profits wieder weg als hätte es sie nie gegeben.

 

Die Erklärung für diese Phänomen ist sehr einfach – mit dem richtigen Wissen und der richtigen Strategien kann es auch sehr einfach umgangen werden:

Wenn Du auch zu diesen mittellang-motivierten Vorsätzemachern gehörst und aus diesem Muster ausbrechen willst, versuche Dir das Jahr aufzuteilen. Vier Quartale sind doch viel leichter zu meistern als ein richtig langes Jahr mit 12 Monaten. Denke also in Babyschritten!

Ein Jahr ist ein sehr langer Zeitraum und die Vorstellung, eine Sache für 365 Tage durchzuhalten, kann sehr erschreckend sein – fast schon einem Überfall gleichen.

Ändere Deine Sichtweise und Du wirst sehen wie viel einfacher Dir das DAUERHAFTE Einhalten Deiner Vorsätze fallen wird. Versuche also nicht durchzuhalten, sondern motiviere und lobe dich selbst! Freue Dich über jeden Tag, an dem Du es geschafft hast, etwas Neues von Deinen Plänen umzusetzen.

Wenn Du Dir jedes Jahr aufs Neue die gleichen Vorsätze machst und sie jedes Jahr aufs Neue vergisst oder über den Haufen wirfst, dann beweise Dir JETZT selbst, dass Du Disziplin besitzt und erreichen kannst, was Du erreichen willst. Wenn es Dir wirklich wichtig ist, Deine Pläne in die Tat umzusetzen, dann wirst Du das auch schaffen!

Ein weiteres Phänomen, das ich mittlerweile auch bei mir selbst schon oft genug beobachten konnte ist folgendes: Es ist der erste Tag, an dem Du Deine Vorsätze in die Realität umsetzten willst. Gerade an diesem Tag scheint alles verkehrt zu laufen! Eine Prüfung ist verhunzt, alles was nur schief laufen kann, läuft schief und wenn Du denkst es kann nur mehr besser werden, hat das Fahrrad auch noch einen Platten und Du kannst es nach Hause schieben. Großartig, oder? Da kann einen die Tafel Schokolade, das Bier oder das Sackerl mit den Chips schon sehr laut anlachen! Die Vorsätze werden unter solchen Umständen schnell mal über den Haufen geworfen. An so einem Tag kann man sich das doch auch nicht verübeln!

Dir geht’s auch immer so? Oder zumindest oft? Dann stell Dich gleich darauf ein, dass es nicht perfekt laufen wird am ersten Tag. In den meisten Fällen (es sei denn es passiert eine unglückliche Aneinanderreihung blöder Zufälle) liegt es oft nur an der Wahrnehmung und der Erwartungshaltung.

Das Problem an dem es also scheitert, ist demnach das Ganz-oder-gar-nicht-Denken. Perfektionisten werden sich hier ganz bestimmt selbst erkennen! Kein Mensch ist perfekt und wacht am 1. Jänner mit komplett neuen Gewohnheiten auf. Hätten wir die neuen Gewohnheiten schon „inuts“, müssten wir uns ja keine Vorsätze zurechtlegen 😉

Setz Dich also nicht zu sehr unter Druck und vergib Dir auch mal selbst! …und wenn Du mal Deine alten, schlechten Gewohnheiten gepflegt hast, motiviere Dich einfach, den nächsten Tag besser anzugehen und freue Dich darauf, zurück zu blicken und stolz zu sein auf das, was Du erreicht hast – darauf wie leicht Dir die Dinge jetzt plötzlich fallen, die vor geraumer Zeit undenkbar für Dich gewesen wären!

 

 

Take-Home Message:

*Teile Dein Jahr in kleine Stücke auf.

*Lobe Dich selbst.

*Vergib Dir, wenn Dir mal ein Patzer passiert ist.

*Du musst niemandem etwas beweisen, es sei denn, Du willst Dir selbst etwas beweisen!

*Ändere Deine Sichtweise und denke positiv!

 

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