Irish Wallace meets Kuhmagda: Zwischen Tradition und Sojamilch

Ich freu mich ja so, dass ich mal mit einer Bloggerin aus einem anderen Land und einem charmanten jungen Herrn ein kleines Pojekt starten konnte. Wir beiden Damen Tamina und Iris haben gebacken und der Herr hat uns beobachtet, mitgegessen und den Text für uns verfasst:


Chasch no a kle Wasser ine tue? Isch huarrä trochä. Was hat sie gsagd? Ob noch no chle Wasser ine tue könnsch. Da könnt noch mehr Zimt rein. As schmöckt voll intensiv. Chum ga luagä, as goht volli uf! Du söllsch mol ga luaga ko! Mir bruchet äs Bachtrennpapier
So, jetzt han i se oh ned verstanda.
Wie erfahrene Dialektkenner bereits erahnen, hatten wir kürzlich Besuch aus der Schweiz in unserer WG. Und das war nicht nur sprachlich eine Herausforderung, sondern auch kulinarisch. Wenn nämlich eine Schweizerin, ein Vorarlberger und eine vegan lebende Wiener Sportlerin planen, einen adventlichen Abend miteinander zu verbringen und gemeinsam etwas zu kochen, dann geht es heiß her! Unser Anspruch war nämlich, dass wir etwas für die Jahreszeit traditionelles kochen oder backen. Angesichts der Tatsache, dass die Schweiz und Vorarlberg vor allem für ihren Käse berühmt sind, war es gar nicht so einfach, eine vegane Rezeptidee zu finden. Doch nach einigem (laaaaangen) Grübeln hatten wir die Idee: Ein „Birabrot“, „Birnenzelten“! Nicht nur, dass es super zur Jahreszeit passt und ein typisch traditionelles Gericht ist – nein – man kann es noch dazu vegan und ohne Zucker zubereiten. Ja, die Birnen wurden dann auch noch spontan ausgewechselt durch Früchte.

Zutaten:
500g Hirseflockenmehl
1 Pkg Backhefe
Wasser (nach Gefühl)
getrocknete Datteln
getrocknete Marillen oder auch Aprikosä
Nüsse
getrocknete Birnen
Sojamilch zum Bestreichen


In das Mehl wird liebevoll eine Vertiefung gedrückt, in die etwas warmes Wasser hineingegeben wird. Darin wird der Trockengerm aufgelöst. Anschließend alles unter geschickten Schweizer Handgriffen mitsamt den Nüssen und dem Obst zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Bei Bedarf muss hier nach Wiener Genauigkeit etwas Wasser nachgegeben werden (des pickt noch ned, gib noch was dazu), um die gewünschte Konsistenz zu erhalten. Alles gut würzen und nach Vorarlberger Genauigkeit eine Stunde, zwei Minuten und siebenunddreißig Sekunden gehen lassen.
Anschließend das Brot in eine Kastenform geben und bei 170 Grad etwa 50 bis 60 Minuten backen. Nach der Hälfte der Backzeit kann das Brot mit Sojamilch bestrichen werden, damit es oben richtig knusprig wird und aus seinem metallenen Gefängnis befreit werden, damit es rundum braun wird.
Moizeid, an Guata!


Ich empfehle allen mal bei Taminas Blog Kuhmagda vorbei zu schauen. Sie hat wunderbare, kreative Beiträge und tolle Ideen für euch bereit!

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